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Mittwoch, 22. Oktober 2014 : Fermodes Autonews Magazin
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Vorstellung - Porsche Boxster

Auf dem Genfer Salon kann man die 3. Generation des Porsche Boxster bereits bestaunen, in Deutschland kommt er in den nächsten Tagen zu den Händlern. Das Team vom Auto-Medienportal hatte schon die Gelegenheit, ihn gründlich ranzunehmen, um der Frage nachzugehen, was der neue Porsche für Markeneinsteiger und seine Fans bringt? Porsche hat darauf eine Antwort : Die Nordschleife umrundet er in 7:58 Minuten, also zwölf Sekunden schneller als sein Vorgänger.

Er ist schneller, leichter, agiler, stärker und trotzdem um bis zu 15 Prozent sparsamer als sein Vorgänger. Die Spitzenzeiten auf dem Nürburgring wird der Porsche Boxster aber auch als stärkere S-Variante nicht ohne die Optimierungsmöglichkeiten geschafft haben, die Porsche gegen Aufpreis zur Verfügung stellt : das überarbeitete 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe (PDK), das Sport Chrono Paket mit dynamischen Getriebelagern und der "Sport-" sowie "Sport-Plus"-Taste samt Launch Control und einer auf den Rennstreckeneinsatz angepassten Schaltstrategie, die Keramik-Bremse (PCCB), das Porsche Active Suspension Management (PASM) und zusätzlich zur mechanischen Hinterachssperre noch das Porsche Torque Vectoring (PTV), bei dem ein Bremseneingriff am kurveninneren Hinterrad das Eindrehen in die Kurve erleichtert und die erstmals erhältlichen 20-Zoll Räder, alles in allem rund 17.000 Euro extra auf den Basispreis.

Der handgeschaltete Test-Boxster mit 6-Gang Schaltung, Torque Vectoring und 20-Zoll Rädern brachte das Testteam auch so schon sehr überzeugend durch die Seealpen oberhalb von Nizza. Ein maximales Drehmoment von 360 Nm, drei Liter Hubraum aus den 6 Boxer-Zylindern, ein Leistungsgewicht von knapp über vier Kilogramm pro PS und das unglaublich spontane Einlenken, das Fahrwerk und die breite Spur mit den dicken Reifen am Heck garantieren Spaß in jeder Kurve.

Der Motor dreht bis 7800 Umdrehungen pro Minuten und entwickelt seine beste Leistung von satten 315 PS bei 6700 U/min. Der Motor hat bei sportlicher Gangart genug Gelegenheit, seinen kräftigen Klang zu entwickeln.

Der Motor im Porsche Boxer S leistet 10 PS mehr und kommt auf 100 km durchschnittlich mit 8,2 Litern aus, mit PDK sind es sogar nur 7,7 Liter. Der aus dem S-Motor per Downsizing entwickelte 2,7 Liter Sechszylinder braucht 8,2 Liter bzw. 7,7 Liter und leistet 265 PS. Er beschleunigt - handgeschaltet - in 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Porsche Boxster S schafft das in 5,1 Sekunden, mit Doppelkupplungsgetriebe in 5,0 Sekunden. Der Porsche Boxer S erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von ansehnlichen 279 km/h - der normale Porsche Boxster 264 km/h. Wer auf das S im Namen verzischten kann, darf sich immerhin über einen rund 11.000 Euro günstigeren Preis freuen.

Beim Porsche Boxster geht es gar nicht so sehr um die Höchstgeschwindigkeit auf gerader Strecke, auch wenn der Geradeauslauf keine Wünsche offen lässt, was sicher auch mit dem um 60 mm größeren Radstand zu tun hat. Auf jeden Fall empfiehlt sich der Porsche Boxster nicht nur für den sportlichen Ritt. Er kann zwei Personen auch gut als Reisewagen dienen. Die erleben ein zwar straffes, aber nicht hartes Fahrwerk und können in den beiden Kofferräumen immerhin 280 Liter Gepäck verstauen.

Das elektrische Verdeck stört nicht beim Laden der Reisetaschen. Das Dach faltet sich über dem Mittelmotor hinter dem Innenraum zusammen - und das in rekordverdächtigen 9 Sekunden. Porsche hat dem Stoffdach akustisches Dämmmaterial mitgegeben, was die Innengeräusche im Vergleich zum Vorgänger um die Hälfte reduzieren soll.

Bei einem Porsche wie diesem kann man sich der Versuchung kaum entziehen, zunächst über Technik und Fahren zu sprechen. Aber zur dritten Generation gehört auch eine Design-Betrachtung. Porsche hat den Boxster mit der neuen Karosserie nicht nur um 30 Kg leichter gebaut, sondern auch die Proportionen verändert. Der Überhang vorn wurde um 27 mm kürzer, die Gesamtlänge wuchs um 32 mm, die vordere Spur legt um 40 mm zu, die hintere um 18 mm. Die Frontscheibe wurde um 100 mm weiter vorn angesetzt und steht nun flacher.

Das breite Gesicht mit den großen Lufteinlassen, den spitz zulaufenden und den aufgeblasenen Backen der Kotflügel, in dem die 20 Zöller scheinbar naturgegeben zuhause sind, die wie beim berühmten Porsche 917 Rennwagen übereinander stehenden Lampen im Scheinwerfer, die nun auch schon in den Türen ausgepägten seitlichen Lufteinlässe für den Mittelmotor, das neue Heck mit einem geschickt integrierten ausfahrbaren Spoiler und beim Porsche Boxer S die aus der Mitte des wagenbreiten Diffosors herausragenden beiden Endrohre der Auspuffanlage - das alles unterstreicht den Anspruch : Dieser Boxster will Klassenprimus sein. Und niemand kann dem widersprechen. (a-mp.net/fermodes)

(13.03.2012 - 02441 - 1213 - Fotos © Auto Medienportal / Porsche)
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Detailbild 1 : Vorstellung - Porsche Boxster
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