Das Weblog eines Querparkers der von einem neuen Smart Fortwo träumt.

Bild 1 - Smart Technik

Smart Lexikon : Smart Technik


Inspiriert von einem Artikel aus der deutschen Wikipedia möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Einblick in die Technik im Inneren des Smart werfen. Geschaltet werden sowohl der Smart Fortwo als auch der Smart Roadster serienmäßig von einer 6-Stufen Halbautomatik, bei der es sich um ein automatisiertes Schaltgetriebe handelt, welches die Bedienung sowohl von Kupplung als auch Gas während der Schaltvorgänge übernimmt. Der Grund warum Smart für diese Variante der Schaltung setzt, hat zwei Ansätze. Klar sollte der Smart (speziell der Fortwo) unkompliziert zu fahren sein, jedoch musste man auch eine Lösung für den extrem engen Fußraum zwischen Tür und Mittelkonsole finden. Der Verzicht auf ein Kupplungspedal schien hier als eine treffende Lösung.

Geschaltet wird beim Fortwo sowie beim Roadster sequenziell mittels eines Joysticks, der entsprechende Schaltimpulse an den Aktuator im Getriebe leitet und diesen veranlasst hoch bzw. herunter zu schalten. Dreht der Motor im hohen Drehzahlbereich wird das Herunterschalten mit einem automatischem Zwischengas unterstützt. Dabei wird von der Steuerung, natürlich angepasst an die aktuelle Fahrweise, automatisch sowohl Gas als auch Kupplung bedient. Fehler wie Abwürgen des Motors, Fehlschaltungen oder ein Überdrehen des Motors können bei dieser Schaltvariante nahezu vollständig ausgeschlossen werden. Nähert man sich beispielsweise einer Ampel so schaltet das automatisierte Getriebe die Gänge herunter und unterstützt auf diese Weise den Fahrer mit der motoreigenen Bremswirkung. Ist der Wagen zum Stehen gekommen, wird vorbereitend wieder der erste Gang eingelegt.

Neben der bereits vorgestellten Softtip Schaltvariante, bei der die Schaltung durch den Fahrer manuell über den Joystick veranlasst wird, kann man optional eine Softtouch Schaltung bestellen, die angepasst an die jeweilige Fahrweise des Fahrer die Gänge vollautomatisch schaltet. Ein manueller Eingriff durch den Fahrer ist hierbei zwar möglich, jedoch nicht mehr notwendig. Die erforderlichen Parameter für Geschwindigkeit, Drehzahl und aktuell eingelegten Gang werden dabei automatisch gemessen und auf einander abgestimmt. Arbeitet die Softtouch-Schaltung im manuellen Modus, wird unter bestimmten Bedingungen die Kupplung zum Schleifen gebracht um ein entsprechendes Drehmoment aufzubauen, wodurch eine Pendelschaltung vermieden werden kann. Unter einer Pendelschaltung versteht man ein kurzes Herunterschaltung um unmittelbar nach dem Beschleunigen wieder in einen höheren Gang zu schalten. Dadurch wird dem Fahrer ein wesentlich harmonischerer Fahreindruck vermittelt. Ab dem 2003er Modelljahr lässt sich die Schaltung optional gegen Aufpreis auch durch Paddels am Lenkrad bedienen.

Als Problem wird nach wie vor die deutlich spürbare Zugkraftunterbrechung angesehen, die beim Schalten vom Fahrer als ungewöhnlich lang empfunden wird (Kopfnicker-Syndrom). Interne Modifikationen ab den 2003er Modellen des Smart Fortwo brachten zwar eine deutliche Verbesserung, konnten das Problem jedoch nicht vollständig beseitigen.

Anders als bei klassischen Wandlergetrieben wo der Wagen bereits beim Lösen der Fußbremse anrollt, bewegt sicht der Smart erst dann, wenn der Fahrer auf das Gaspedal tritt. Seit der 2003er Modellpflege und der damit verbundenen Ablösung des Trust-Systems durch das modernere ESP verfügt der Smart Fortwo endlich auch über eine Berganfahrhilfe, die dafür sorgt das der Wagen beim Losfahren auf ansteigender Strasse nicht rückwärts rollt. Bis heute vermissen die Smart-Fahrer vor allem an einer vorhandenen Steigung eine Parkstellung der Automatik. Da hilft als Notlösung nur der Rückwärtsgang (Natürlich nur bei abgeschalteten Motor !) in Kombination mit der Handbremse um ein ungewolltes Wegrollen zu vermeiden und den Smart Fortwo sicher zu parken.

» Artikel veröffentlicht am : 30.11.2007 (00012/5366)
» Die Fotos sind © bei Auto Reporter / Smart